Salvator de Bahia

Die Fahrt nach Salvator, in die weite Bucht Todos os Santos dauerte 3 Tage, da wir eher schwache Winde hatten. Zuerst schob der Brasil-Strom, nachher hatten wir einen Gegenstrom und nachts mussten wir auf die zahlreichen Fischer achten, die an der Schelfkante ihre Arbeit in zumeist sehr kleinen Booten verrichteten.

Es war feucht- heiss und bei 3 kn Fahrt genoss ich eine Abkühlung im Wasser. Mit dem Lifebelt pikte ich mich an einer langen Leine ein an der zuletzt ein Fender angeknüpft war. Das war meine Versicherung, falls ich mich nicht an der kurzen Strickleiter halten konnte. (Dani hatte ziemliche Angst auszustehen und wollte mich nicht fotografieren dabei).

 

Der Club Terminal Nautico war leider wegen einer Regatta ausgebucht, somit mussten wir mit der teuren Bahia Marina vorlieb nehmen. Hier liegen sehr viele Motorjachten von Freizeitfischern und es hatte viel Betrieb auf dem Steg so nahe bei der Rezeption.

 

 

 

Im Mast oben wechselte Dani das Toplicht aus und ich brachte einen Schutz für die Dinema- Backstage an, welche an der oberen Saling scheuerten.

 

Wir liessen einen Motorservice bei der Hauptmaschine durchführen und Dani bewies sein goldenes Händchen mit der Klimaanlage: Der Deckel des Wasserfilters liess sich zum Entlüften nicht mehr lösen. Ein neuer Filter nützte aber noch nichts, erst als er auch die Pumpe entlüftete konnte die Anlage arbeiten, resp. uns den Luxus eines kühlen Salons schenken. 

 

Die Waschmaschine pumpte das Wasser nicht mehr weg, aber dieses Problem hatte zum Glück nur mit der Stomspannung vom Landanschlusss zu tun und tritt nicht auf, wenn wir mit Generatorstrom waschen. Das hatte uns Marcello erklärt, der einen Secondhand- Marina- Shop betreibt und er empfahl uns dringend, weitere Plätze in dieser schönen Bucht zu besuchen.

 

Des Weitern konnte Dani das Wasserdruckgefäss reparieren! Er hatte es vor gut einem Jahr ersetzt und ein neues hätte hier 2400 Real =  600 Euro gekostet ! Er baute es aus, entleerte das Wasser und bei der Auto- Tankstelle konnte er die fehlende Luft im richtigen Druck wieder auffüllen.

 

Heute morgen haben wir die Ein- und Ausklarierung gemacht. Das ist anscheinend für jeden Distrikt (wie Kanton) notwendig innerhalb Brasiliens, so suchten wir das Büro der Capitania do Porto auf dem streng bewachten Gelände des Militärs auf. Mit allen Papieren verschwand der weiss uniformierte Beamte und liess uns fast eine Stunde warten. Dann füllten wir eine Declaracào aus mit Angabe von unserem nächsten Zielhafen und glaubten schon, dass wir jetzt die letzten Einkäufe erledigen und auslaufen können. Was sagte der Beamte? Wir müssen einen Stempel einholen gehen und damit zurückkommen erklärt er uns nochmals geduldig auf portugisisch und schreibt uns auf, wie das Gebäude und das Büro heissen.

 

Zum Glück war es nicht weit zu laufen, aber allmählich wurde es heiss. Die "Receita Federal" war geschlossen (Gitter zu, Eingangstüre ev. kaput und keine andere Möglichkeit, in das Gebäude zu gelangen). Zurück beim Beamten wollte er uns zuerst auf später vertrösten dh ein Polizist käme um den Stempel zu machen, aber jetzt insistierten wir auf unserem Abfahrtstermin wegen der Tidensituation. Ein höherer Beamte telefonierte dann und erhielt anscheinend die Erlaubnis uns den Stempel selber zu geben.