3. Vitoria und Buzios

Die folgenden 166 Seemeilen von den Abrolhos- Inseln bis Vitoria hatten wir am Sa 27. Jan.  in Angriff genommen. Wir hatten eher schwache Winde und brauchten 20 Stunden oder 2/3 vom Trip den Motor.

In Vitoria, dem zweitgrössten Mineralölumschlagplatz, gibt es für Yachten einen neueren Hafenteil mit festen Betonstegen. Die beweglichen angehängten Platten boten aber nur wenig Schutz vor Schwell und wir brauchten das Dingi um an Land zu gelangen, weil das Heck etwa 5-7 m Abstand zu dem Steg hatte. Hier trafen wir Peter, den Brasilianer mit deutschen Wurzeln, den wir schon bei Santa Barbara gesehen hatten und auch Giuseppe und Ameline, das junge, französische Päärchen, kam zwei Tage später an. KAMA, die wir bei Santa Barbara knapp verpassten, mailten uns, dass sie direkt nach Buzios/ Capo Frio weitersegelten.

Es regenete diese Tage oft und als wir mal die Sauna vom Yachtclub benützen wollten, war sie geschlossen und wir begnügten uns mit dem Swiming- Pool zwischen den Hochhäusern.

 

 

Diese Wasserschildkröte versuchte auf den Schwimmsteg zu klettern. 

Beim obligatorischen Anmelden in der Capitania dos Portos, der Behörde, die bei jedem Wechsel des Staates (analog dem Kanton) aufgesucht werden muss, haben uns die Beamten vor einem Büro ca. 30 Min. warten lassen, während immer wieder verschiedene Leute dort rein- und rausgelaufen sind. Schade, dass wir nichts von den Gesprächen drinnen verstanden.  Offensichtlich wurde unser Fall eingehend geprüft und wir hatten das Vergnügen, dass am Nachmittag zwei Marinebeamte unsere Sicherheitsausrüstung kontrollierten/dh kurz anschauten. (Feuerlöscher, Signalraketen, Schwimmwesten, Funkgerät, EPIRP, Rettungsinsel) Ein Dritter wartete am Steg, sie kamen mit dem Dingi vom israelischen Nachbarn herüber, weil Dani sie unterdessen am Eingang des Hafens erwartete- wie es abgemacht war.     

Anfang Feb. 200 Seemeilen weiter nach Buzios gereist (um nicht zu sagen "gemotort").  Es regnete am ersten Tag oft, aber in der Nacht zeigte sich der Vollmond und wir mussten gut auf Fischer achten. Einer fuhr im Zickzack vor uns her. Wir beobachteten eine grosse Herde Delfine die über mehrere 100m verteilt unseren Kurs kreuzten.

Nach dem Kurzbesuch mit Übernachtung an einer Boje des Yachtclubs, umrundeten wir die Halbinsel Buzios und erfreuten uns an der abwechslungsreichen Küste mit vielen Inseln, Klippen und Buchten mit versteckten Ständen.  Nach dem Capo Frio schwingt die Küstenlinie nach Westen und wird wieder flach und stärker bebaut. Es hat viele Offshore- Bohrinseln und auch viele grosse Tanker und Frachter

Morgenröte während Danis Wache.