Ushuaia, fin del mundo

Wir wählten auch den Steg des Club Nautico und konnten im hinteren Päckchen als drittes Schiff neben den Franzosen Janine und Jean-Pierre festmachen. Sie sind ausser dem Indik schon überall gesegelt, auch in Grönland und die Nord-West-Passage! In ein paar Tagen brechen sie mit Freunden in die Antarktis auf.

 

Ushuaia ist sehr geschäftig und turistisch: Viele Souvenir-, Outdoorläden und Reisebüros, moderne Cafes, Restaurants (Spezialität ist Kingcrab) und Museen (Yamana Museum besucht)

Wir hatten Lebensmittel, Wasser, Gas und Diesel wieder aufzufüllen, Wäsche zu machen und den Windsensor vom Mast zu holen. Leider konnte Dani ihn nicht zerlegen, sondern nur putzen und mit Teflonspray schmieren. Er drehte dann aber wieder besser.

 

Am Freitag habe ich mich der Crew von PAZZO anschliessen dürfen. Die amerikanische Familie ist aufgebrochen um den Türkissee zu besuchen/ erwandern, am Sa mussten die beiden Töchter wieder nach Amerika zurück.

Durch dichten Wald mit viel Totholz sind wir auf Trampelpfaden bis über die Baumgrenze hochgestiegen und durch eine Moorlandschaft zum See.

Am Sonntag machten wir eine 5-stündige, geführte Tour in den nahen Nationalpark. Ein Kleinbus brachte uns zum Bahnhof des restaurierten Strafgefangenenzuges. Nur die letzten 7 von den ursprünglich 25 Gleiskilometern bis Ushuaia wurden 1994 wiedereingeweiht. Wir sassen wir in komfortablen Wagonabteilen, lauschten den deutschen Erklärungen aus dem Knopf- im- Ohr und liessen die Schönheit der Natur auf uns wirken. Der Zug wurde um die Jahrhundertwende für den Transport von Brenn- und Bauholz gebaut. Die Strafgefangenen sassen auf offenen Loren mit angeketteten Füssen!

Kurze Spaziergänge zum Rocca Lake und der letzten Poststelle der Welt rundeten den Ausflug ab.

 

Am Montag haben wir in Ushuaia ausklariert und brauchten  5 Std. !!! bis die Formulare von allen Stellen (Prefektura Naval, Zoll, Immigration und wieder Prefektura Naval) richtig ausgefüllt und mit den Stempeln versehen waren. (Zwischendurch liess sich Dani die Haare scheiden und wir genehmigten uns ein spätes Mittagessen)