Puerto Eden

Hier wohnen die letzten paar Alacaluf- Indianer mit  total ca 140 Einwohnern, vier Lädeli (nur zwei davon geöffnet)einer Schule (dessen Schüler allerdings in einem Lager waren und deshalb blieb die Bibliothek geschlossen, wo sonst ein gratis-WiFi zur Verfügung gewesen wäre),  einem Ambulatorium (das ich besichtigen durfte) einem Hostel (wo ich Waschmaschine und Tumbler benutzen durfte) und dem Polizeiposten, an dessen Steg wir festmachen durften. Die bunten Häuser liegen sehr idyllisch um die Bucht, sind mit Holzstegen bequem verbunden, am Ufer oder an Bojen liegen die gelben Fischerböötchen, womit hier va Centolla (Königskrabben) gefangen wird.

Beim ersten Spaziergang hat uns schon ein Fischer gefragt, ob wir Diesel brauchen. Wir handelten den Preis um 100 Pesos auf 1000 Pesos pro Liter herunter, hatten nachher aber in den gut gefüllten 20 Liter Kanistern gleich 25 lt verrechnet bekommen. Na ja, er zeigte mir, wie er mit alten 5 lt Wasserflaschen "abgemessen " habe.

 

Wir waren übers Wochenende bis am Mi 20.3. da, und erlebten, wie am Sonntag das Versorgungsschiff in der Bucht ankerte, via Heckklappe Fracht/Bestellungen auf die kleinen Fischerboote geladen wurden und wie die Bucht und die Holzstege plötzlich belebter wurden.  Die blauen Diesel-Fässer am Strand beim Generator-Haus waren nachher verschwunden/ wahrscheinlich wieder aufgefüllt worden, aber sonst liegt leider viel Müll herum (zB alte Hausinstallationen, wie Boiler, Herd, Kühlschrank, Bleche vom alten Dach, Autobatterien) Es hat einige verlassene Häuser, aber wir würden hier nicht wohnen wollen. Dass es das regenreichste Dorf der Welt sei, glauben wir sofort. Uns zog es deshalb in den sonnigeren Norden, sobald der Wind stimmte.