Von Nuku Hiva nach Ua Pou und Überfahrt nach Kauehi, Tuamotu

Am Sa 11. Juni segelten wir weiter zur Insel Ua Pou, nur 27 sm im Süden von Nuku Hiva und berühmt für seine Pitons und den Schockolade-Self-Made-Men namens Manfred.

Aus Wikipedia: "Die etwa 125 km²[1] große Insel ist die drittgrößte der Marquesas. Das spektakuläre Landschaftsbild wird geprägt von steilen, an Kirchtürme oder Zuckerhüte erinnernde Gipfel. Sie rechtfertigen den Namen Ua Pou, übersetzt „Zwei Säulen“. Der Name geht auf eine Legende zurück: Bei der Errichtung der „Erde der Männer“ (polynesisch: te fenua enata, der alte polynesische Name für die Marquesas) schufen die Götter als erstes die Säulen des großen irdischen Hauses: die Berge von Ua Pou"

Nach dem Mittagessen setzte mich Dani bei der Anlegestelle ab und ich marschierte los. An gepflegten Häusern vorbei, einem Bach entlang durch Wald in Richtung der Pytons führte der gewählte Weg, vorbei an verschiedenen grasenden Pferden, stiess ich irgendwann auf die Wegweiser zu Manfred und kehrte um, weil ich Dani nicht wartenlassen wollte.

Am So morgen holten wir schon wieder den Anker auf, riefen "arrivederci" zu den Italienern vom Nachbarschiff und machten beim Wegfahren Fotos von der malerischen Bucht und der Insel.

Die sechs Marquesas-Inseln im Überblick

Während der viertägigen Überfahrt nach Kauehi hatten wir meistens 15-20 kn Wind zweimal Delfinbesuch und am zweitletzten Tag landete dieser braune Vogel mit den blauen Augen auf unserem Bugkorb. Ständig musste er die hefigen Auf- und Abbewegungen des Buges ausbalancieren, trotzdem putzte er ausgiebig sein Gefieder. Dani gab ihm den Namen "Taki".

Die Nacht darauf, während Taki auf dem Bugkorb und ich im Salonbett versuchten zu schlafen, kippte der Mast mit unserem Windgenerator ins Meer! Die innere Strebe war oben gebrochen und stand allein da!

Zuerst rollten wir die Segel weg und sahen das Desaster an: Der 16 kg schwere Windgenerator schwappte in den Wellen auf und ab, zwei oder drei Flügel fehlten schon. Der Heckspiegel sah unbeschädigt aus, wir legten aber einen Fender unter den Mast und schnitten die beiden Kabel (Heckbeleuchtung und das dicke vom Windgenerator) ab. An ein Anbinden und Hochziehen (Woran?) auf dem sich so heftig bewegenden Schiff konnten wir nicht denken. Die äussere Strebe musste zuerst gelöst werden und an den Mast gebunden. Danach gelang es Dani mit Gabelschlüssel und Hammer die beiden seitlichen Schrauben zu lösen, die wie eine Achse wirkten. Mit einer Rohrzange zog er die Schraubenköpfe heraus und alles glitt in die Tiefe.